Singapur

Bye bye Hong Kong – Hello Singapore!
Von einer westlich geprägten asiatischen Metropole ging es also nun in die nächste- und diese sollte noch etwas exklusiver sein! Da mein Flug mitten in der Nacht ankam, hielt ich es für eine praktische Idee, die Nacht am Changi Airport zu verbringen, von dem ich wusste, dass die Transitzone durchaus einiges zu bieten hatte- unter anderem eine Menge bequemer Ecken! Im Internet hatte ich von anderen gelesen, die das ebenfalls so gemacht hatten, und ihr Gepäck am nächsten Morgen am Lost Luggage Schalter abgeholt hatten. Zugegeben- unkonventionell, vielleicht sogar gewagt – war ich der Trennung von meinem Backpack doch grade erst erfolgreich entgangen!
Leider funktionierte das Ganze dann aber ohnehin nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte! Zum einen wurde die ganze Transitzone mit ziemlich lauter Piano-Fahrstuhl-Musik beschallt, so dass schlafen ohne Ohrstöpsel ohnehin unmöglich gewesen wäre, zum anderen wurde ich nach einer guten Stunde von der Flughafenpolizei kontrolliert und in Ermangelung eines Anschlussfluges durch die Immigration eskortiert…
Immerhin konnte es nun keine Koffer-Verwirrung geben. Den Rest der Nacht verbrachte ich mit einigen Indern auf dem kalten Steinfußboden und einer schmalen Holzbank. Mal wieder hatte ich mir die Übernachtung am Flughafen anders vorgestellt….
Um die großen Scheine aus dem ATM in handlicheres Geld zu zerteilen, gönnte ich mir erst mal ein wenig attraktives Frühstück von Burger King und machte mich schließlich mit der U-Bahn auf den Weg zu meinem Hostel. Geordnetes Sardinen-Feeling, schließlich war bereits Rush-Hour… Ohne großen Rucksack sicher angenehmer als mit.
Mein Hostel, das Beary-Best-Hostel lag in Chinatown direkt gegenüber der Metrostation- schon mal ein großer Bonuspunkt! Innendrin war es – dem Namen entsprechend – mit auffällig vielen Plüsch-Teddybären ausstaffiert. Dies allerdings nur in der Lobby- dankenswerterweise wartete kein muffiges Bärchen im Etagenbett. Alles in allem war es hier sehr nett und ich traf ein paar andere Traveller, mit denen ich an den nächsten Tagen gemeinsam die ein oder andere Sehenswürdigkeit besichtigte.

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Nach einem erholsamen Powernap zogen wir also am späten Nachmittag schon mal runter an die Marina Bay, einer Art Hafenbecken ohne viele Schiffe, das durch eine Barriere zum Meer hin gezeitenunabhängig immer den gleichen Wasserspiegel hat, und vor allem eine nette Kulisse für die umliegenden Promenaden und Gebäude liefert. Ohne Zweifel besonders markant hier: das Marina Bay Sands Hotel, dessen drei Blocks auf ganzer Länge von einer großen Plattform mit Infinity-Pool, Bar und Aussichtsterrasse überspannt wird.

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Hinter dem Hotel sind die „Gardens by the bay“, ein großer Park mit zwei riesigen Gewächshäusern und großen Bäumen aus Metall, die wiederum von echten Pflanzen bewachsen sind. Diese „Supertrees“ sind mit vielen Lämpchen ausgerüstet, und allabendlich findet eine tolle Sound- und Lightshow statt! Nach unserem entspannten Bummel um die Marina Bay war es dann auch schon dunkel und wir ließen uns zwischen den Supertrees auf dem warmen Boden nieder und genossen die Show!

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An den nächsten paar Tagen ließ ich mich ohne Stress durch einige der bekannten Touristengegenden treiben, darunter Chinatown, Little India und der Botanische Garten. Singapur ist eine reiche, saubere Stadt, und auch diese quirligen Viertel wirken sauber und sicher, was irgendwie schräg aber gleichzeitig äußerst angenehm ist. Zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt wäre mir das Erlebnis ‚Backpacking in India‘ zu krass- hier ein bisschen über die Märkte zu streifen und die Atmosphäre auf mich wirken zu lassen machte hingegen Spaß! Laut war es allemal, eine Etage über dem Fischmarkt gab es Saris aller Couleur und von überall wurde man mit mehr oder weniger schriller Indischer Musik beschallt! Das große Kaufhaus „Mustafa Center“ wirkte zwar von seiner Aufmachung und seinem Flair ganz wie ein improvisierter Ein-Euro-Ramschladen bei uns, doch gab es hier über fünf Etagen wirklich alles- und zwar mitnichten für einen Euro- man ist eben doch in Singapur!

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Viele der kolonialen Häuschen sind hübsch renoviert, und spätestens da, wo mal eben die Komplette Straße überdacht ist, wie die Party Straße am Clarke Quay, fühlt man sich beinahe wie im Phantasialand oder einem anderen Theme-Park! Einmal Ausgehen musste natürlich sein, und mit einer großen Gruppe aus dem Hostel gingen wir dort in eine Bar mit live Musik. Ziemlich cool aber auch ziemlich teuer.

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Auch die beiden großen Gewächshäuser sah ich mir an. Das eine war riesig und es stand ein richtiger Berg drin, auf dem „Cloud Forest“ wuchs. Das andere war eher flach und lang, und hatte unter anderem ein van Gogh gethemetes Tulpenbeet.

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Pflichtprogramm war natürlich der Besuch der Skybar des Marina Bay Sands Hotels. Da auch in Singapur das Wetter eher durchwachsen war, erwischten wir leider einen mäßig geeigneten Abend. Zunächst hing die Skyline in den Wolken, da wir aber über die Dämmerung oben waren wurden wir schließlich doch mit einem tollen Skyline Panorama belohnt.

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Singapur ist eine tolle Stadt, die für ein paar Tage Aufenthalt eine Menge zu bieten hat. Ähnlich wie in Hongkong fühlt man sich der normalen südostasiatischen Welt etwas entrückt, denn es ist in mancher Hinsicht westlicher als bei uns. Freilich gibt es viele Regeln und scharfe Strafen, und womöglich mag manch einer Kritik an Überwachung und Verboten üben, aber das ist halt der Preis dafür, dass Singapur eine sehr sichere und angenehme Stadt ist, und sich innerhalb von einer Generation vom Schwellenland zur Industrienation entwickelt hat. Alles ist topmodern und man kann selbst das Wasser aus der Leitung trinken!

Schließlich ging mein Flug zurück nach Thailand- zur letzten Etappe meiner Reise, denn gut zwei Wochen danach würde ich im Flieger zurück nach Deutschland sitzen! Vorher jedoch hoffentlich noch eine Runde relaxen auf einer kleinen Insel – hoffentlich bei schönstem Sonnenschein!

Also auf zurück nach Krabi und von dort nach Koh Muk! Aber davon beim nächsten Mal mehr!

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