Back to Australia – von Melbourne bis Perth

Genauso, wie es zwischen den Städten Melbourne und Sydney selbst eine lang gepflegte Rivalität gibt, pflegen auch die meisten Australien-Reisenden ihre Sympathie entweder der einen oder der anderen Metropole zu geben. Wenn ich mich da entscheiden müsste, würde ich mich wohl eher für Sydney entscheiden, doch auch „Melbs“, wie man als hipper Insider sagt, hat einiges zu bieten! Ich hatte mich für ein paar Nächte in einem ziemlich zentral liegenden Hostel einquartiert und relaxte am Nachmittag meiner Ankunft erst mal in einem Park und dem Botanischen Garten in der Sonne. Nebenher hatte ich einiges zu organisieren, denn ich war fest entschlossen, ein paar Travelmates – im Idealfall mit bereits vorhandenem Wagen- zu finden. Nachdem ich an der East Coast relativ viel Zeit verbracht hatte, dabei aber das Gefühl hatte, im Verhältnis dazu zu wenig gesehen zu haben, wollte ich die zweite Runde Australien jetzt anders gestalten! Keine Busfahrt von Hotspot zu Hotspot mehr, sondern Roadtripping- schließlich hatte dies maßgeblich dazu beigetragen, dass Neuseeland so ein tolles Erlebnis war.

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Um Mitreisende zu finden kann man zum einen im Anzeigenportal „Gumtree“ suchen, oder aber in den verschiedenen regionalen oder australienweiten Facebook-Gruppen. Letzteres war deutlich ergiebiger und hatte zudem den Vorteil, dass man potenzielle Reisegefährten auch schon mal in Augenschein nehmen konnte.

Um etwas mehr von der Stadt zu sehen, nahm ich am nächsten Morgen an einer im Hostel annoncierten Stadtführung teil. Wie ich schnell feststellte, handelte es sich keineswegs um eine vom Hostel ausgerichtete Veranstaltung, sondern um eine von diesen „Free Walking Tours“ bei denen man dann gesagt kriegt, dass die Führung zwar selbstverständlich kostenlos sei, aber vor allem deshalb, weil man dem Einzelnen freistellen möchte, ob und wie viel ihm die gebotene Leistung wert war – ein Konzept, welches mir prinzipiell schwer auf den Geist geht! Tatsächlich war die Tour allerdings sehr kurzweilig und informativ. Unter anderem erfuhr ich, dass die Stadt ursprünglich mal nach dem Mann benannt werden sollte, der den Aborigines seinerzeit das Land für ein paar Decken und Glasperlen abgeluchst hatte: John Batman! Melbourne hätte dann wohl Batmania geheißen, was eigentlich schon ziemlich cool gewesen wäre…

Den Nachmittag verbrachte ich im Vorort St. Kilda, wo man auf dem Pier ein paar Pinguine zwischen den Steinen sitzen sehen kann. Außerdem traf ich mich mit zwei Mädels, mit denen ich zwei Tage später dann zusammen mit einem Franzosen in dessen Auto einen Roadtrip über die Great Ocean Road machen sollte.

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In St. Kilda gibt es- ähnlich wie in Sydney – auch einen „Luna-Park“, einen Vergnügungspark mit Retro-Charme. Allerdings hatte dieser ein paar mehr Action-Fahrgeschäfte, und als ich da so durch schlenderte traute ich meinen Augen kaum: da stand ja „Enterprise“, eines meiner Lieblingsgeräte von frühen Pützchens-Markt besuchen!! Dort schon ewig nicht mehr dabei, stand es hier plötzlich wieder vor mir und drehte seine Loopings- da musste ich natürlich mit! Kurzer Schreckmoment an der Kasse: 11 Dollar … ‚Ne ne- keine Jahreskarte, nur eine Fahrt…‘ – egal was soll‘s! Das musste mir ein bisschen Nostalgie dann wohl wert sein. Ab in die Gondel, Gitter zu (Anschnaller gibt’s nicht- regelt alles die Fliehkraft) und ich war wieder vierzehn.

Beseelt und etwas dizzy machte ich mach danach wieder auf den Weg in die Stadt- möglich, dass ich dreißig Loopings am Stück früher besser weggesteckt hatte…

An diesem Abend war Melbourne völlig aus dem Häuschen- ohne es zu wissen hatte ich meinen Aufenthalt richtig getimed, es war nämlich „WhiteNight“.

Bei diesem jährlich stattfindenden Event werden verschiedene Gebäude mit animierten Projektionen und Soundeffekte in monumentale Kunstwerke verwandelt. Außerdem gibt es mehrere kleinere Installationen zu entdecken und viele Straßenkünstler sorgen für Livemusik. Das Event geht bis morgens um sieben, viele Straßen sind gesperrt und es schieben sich gefühlt alle Einwohner und Touristen gleichzeitig durch die Innenstadt, obwohl es dafür eigentlich gar nicht mal genug zu sehen gibt, denn die großen Kunstwerke liegen etwas verstreut. Mein persönliches Highlight war das Royal Exhibition Building in den Carlton Gardens. Auf dessen ehrwürdigen Mauern wurde alle paar Minuten ein richtig gut gemachter Animationsfilm abgespielt, bei dem die verschiedenen Elemente der Fassade mit eingebunden wurden. Leider habe ich keinen Film gemacht, aber folgende Fotos sollten einen guten Eindruck von der Show geben!

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Bevor ich auf den Roadtrip startete wollte ich unbedingt noch zum Friseur- das war nämlich seit Wochen überfällig. Dieses Vorhaben kombinierte ich mit einem Ausflug in den Vorort Fitzroy, wo es entlang der Brunswick Street viele Läden und einiges an Street-Art gab. Außerdem gab es ein paar Barbershops, und schließlich saß ich bei einem tätowierten, bärtigen Hipster auf dem Stuhl, teilte ihm meine Wünsche mit und schon surrte der Rasierer. Schwupps- die erste Bahn auf der linken Schläfe genommen und ich war… kahl- zumindest so gut wie! „Stop!! What’s that?!“ – „That’s 0.5mm – the shortest there is!“. Oha – jetzt wusste ich selber nicht mehr genau, was ich gesagt hatte – 0,5 mm oder 0,5 cm?! Letzteres wäre der Wunsch gewesen! Wir einigten uns darauf, dass er es so gut es eben ging diesem Zielwert anglich, auch wenn das bedeutete, dass ich den Laden leicht asymmetrisch verlassen würde. Wie immer war der Friseurbesuch also ein Erlebnis! Das Ergebnis war zunächst vielleicht etwas extrem- aber was soll‘s, wächst ja nach!

 

Entlang der Great Ocean Road

Am nächsten Tag ging der erste Roadtrip los: Campen entlang der Great Ocean Road. Die Truppe: die ruhige Anna, die quirlige Miriam (die beiden Mädels, die ich schon kennengelernt hatte) und Vince, der Franzose, dem das Auto gehörte, und den ich nun zum ersten Mal traf. Das Auto war ein Kombi, und mit unserem jeweiligen Hab und Gut plus einigem an Camping Equipment absolut gerammelt voll! Fußräume und freie Flächen auf der Rückbank waren mit genutzt und fröhlich verließen wir Melbourne in Richtung der vielgerühmten Straße am Meer. Insgesamt ließen wir es langsam angehen, machten an vielen Lookouts und Stränden halt, wanderten zu Wasserfällen und näherten uns gemächlich dem bekanntesten Aussichtspunkt – jenem, von dem es die „12 Apostles“ zu sehen gibt, eine Reihe von Kalksteinfelsen im Meer, die von der Klippe durch Ewigkeiten der Erosion getrennt worden waren.

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Einmal hatten wir uns in eine etwas missliche Lage manövriert: als wir durch den Wald zu einem Wasserfall fahren wollten, führte uns Google -knapp am Ziel vorbei- einen falschen Weg entlang. Als wir den Fehler bemerkten wollten wir wenden, die bewachsene Böschung entpuppte sich jedoch als tückisch und ziemlich unspektakulär saßen wir plötzlich ziemlich fest! Die Vorderräder gruben sich immer tiefer in den Schlamm und auch schieben und ziehen half nichts! Im Endeffekt mussten wir den Wagen entladen und noch zwei weitere Mann zum schieben organisieren bis wir wieder frei waren.

Um noch mal kurz auf das Thema Backpackerauto zurück zu kommen: Vinces Wagen fiel natürlich ebenfalls in diese Kategorie, und schien sich eher dem Ende seines Lebenszyklus zu nähern! Manchmal stank es im Innenraum so bestialisch nach Abgasen, dass ich die Fahrt schon mit einer Kohlenmonoxidvergiftung enden sah. Überdies schien die Automatik nicht mehr ganz rund zu laufen: stand der Wagen an der Ampel spotzte und würgte er, als wolle er jeden Moment ausgehen. Sobald man einmal fuhr ging es jedoch: also alles kein Problem!

Die Nächte auf den Campingplätzen wurden empfindlich kalt, auch wenn es tagsüber warm und sonnig war. Einmal mehr war ich froh um meine ‚Notfall-Skiunterwäsche‘ – und um den recht warmen Walmart – Schlafsack, den ich weiterhin (seit Kalifornien) mit mir rumschleppte, und der mir nun gute Dienste leistete! Wir versuchten, kostenlose Campingplätze mit etwas komfortableren (= was Besseres als Plumsklo, hat ne Dusche) abzuwechseln, und landeten an echt netten Orten! Einer der kostenlosen lag mitten im Wald, und auf dem Baum neben unseren Zelten hockte ein Koala, ein anderes Mal grasten die Kängurus auf einer Wiese nebenan, und ab Einbruch der Nacht auch zwischen den Zelten, wovon die zahlreichen Köttel Zeugnis ablegten. Ging man nachts mal aufs Klo lief man sich auch über den Weg, aber die Beuteltiere waren hier eher scheu.

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Im Anschluss an die Great Ocean Road bot es sich an, einen Abstecher in die Grampians zu machen, einem Gebirge im Hinterland. Hier unternahmen wir ein paar kurze Wanderungen und konnten – dank Auto – zu tollen viewpoints fahren. Absolutes Highlight waren hier die „Balconies“ zu denen man nach einem kurzen Anstieg gelangte. Wie ein natürlicher Balkon ragte eine große Felsplatte über das tief abfallende Tal! Was für ein Ausblick! Mein Vorschlag, die entsprechende Szene aus dem ‚König der Löwen‘ nachzustellen, und Miriam wie den Kleinen Simba über das Sims zu halten wurde jedoch abgelehnt…
Zum Abschluss noch ein schöner Wasserfall, dann machten wir uns auf den Weg nach Adelaide.

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Adelaide

Adelaide ist die nächste größere Stadt an der Südküste und hat durchaus ihren Charme. Sie ist groß genug um einiges zu bieten, wirkt dabei jedoch deutlich verschlafener als etwa Sydney – und hat besseres Wetter als Melbourne. Wir verabschiedeten uns von Vince, der noch ein bisschen weiterfahren wollte, um dann jedoch zeitnah sein Auto zu verkaufen (sic!), und sahen uns ein paar Tage die Stadt an! Zufällig begann grade das „Adelaide Fringe Festival“ bei dem allerlei Unterhaltungskunst geboten wurde, und wir sahen uns eine kostenlose Comedyshow von einer etwas verrückten Kanadierin an.

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Bereits von unterwegs hatten wir den nächsten Teil des Plans festgemacht: Zusammen mit Anna und Miriam hatte ich ein Wicked Camper Auto mit Dachzelt gemietet und wir würden innerhalb von elf Tagen bis zum Ayers Rock und zurück fahren und dabei noch einige andere Sachen unterwegs anschauen! Zwar waren wir jetzt nur noch zu dritt, allerdings war das Auto dafür auch kleiner, so dass wir mit unserem Campingzeug und möglichst vielen Fressalien wiederum voll beladen waren! Je weiter man ins Outback vordrang, desto teurer wurde natürlich alles. Dem würden wir was das Benzin betraf nicht entgehen können, aber ein Großeinkauf beim Aldi (ja, den gab es hier tatsächlich) sollte die Notwendigkeit, überteuert einzukaufen, möglichst minimieren. Das Dachzelt war nach Angaben des Wicked-Mannes auf jeden Fall groß genug für drei Leute, was schlicht und ergreifend gelogen war, denn es war offensichtlich ein Zwei-Mann-Zelt. Da wir uns schon sowas gedacht hatten, hatten wir das eben erst für die Great Ocean Road gekaufte Billigzelt mitgebracht, und nach einer Nacht, in der wir es einfach mal wissen wollten ob es geht, schlief dann immer abwechselnd einer im Zelt. Ansonsten war das Autochen für australische Verhältnisse ein umwerfend guter Deal und hat uns ohne Probleme über 3000 km durchs Outback gefahren.

 

Einmal Uluru und zurück

Der erste Stopp auf Roadtrip Nummer zwei war der Mt. Remarkable. Mit all unseren Vorbereitungen war es Nachmittag geworden, bis wir mal aus Adelaide raus waren und wir kamen am frühen Abend an einem günstigen Campingplatz an, der zu einer Art Sportplatz gehörte, und auf dem wir beinahe die einzigen Gäste waren. Der ‚Caretaker‘ wohnte selber in einem großen Wohnmobil, und war ein freundlicher alter Aussi. „Eine Nacht campen – soso“ musterte er uns, und meinte dann „also zwei Erwachsene und ein Kind – macht dann 26 Dollar, no worries!“ was auf jeden Fall weniger war, als was wir eigentlich hätten bezahlen müssen. Miriam, unser Küken, gab sich etwas pikiert aber wir hatten unseren Spaß!

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Anderntags also ein kleiner Spaziergang durch den Nationalpark mit tollen engen Schluchten und schönen Aussichtspunkten!

Weiter ging‘s- und ab jetzt kamen wir langsam ins richtige Outback. Auf der Landkarte sind viele Seen entlang der Strecke zu sehen, tatsächlich handelt es sich hierbei jedoch um Salzseen. Wasser gibt’s hier keines, aber einmal führte die Straße richtig dicht an einem der Seen vorbei, und wir konnten hinaus auf die schneeweiße Fläche spazieren und einige lustige Fotos machen.

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Das nächste größere Ziel war die alte Opalmienen-Stadt Coober Pedy. Zwar sind die großen Tage des erfolgreichen Opalschürfens erst mal vorbei, als Touristenattraktion hat sich die Stadt jedoch dauerhaft etablieren können. Da es hier bereits bullenheiß ist, haben sich viele Leute die alten, aufgegebenen Stollen als Wohnung eingerichtet, denn unter Tage ist es angenehm kühl. Auch Hotels und Hostels befinden sich in den alten „Dugouts“ und ich wollte auf jeden Fall eine Nacht in einem solchen Untergrund-Hostel verbringen. Wir buchten unsere Betten im „Dungeon“, dem Schlafsaal, der einige Meter unter der Erde, und angenehm kühl war.

Die Nacht hatte definitiv ihren Charme, und gut erholt machten wir uns am nächsten Morgen wieder auf. Es stand ein langer Tag auf der Straße an, denn wir wollten heute Abend den Sonnenuntergang am Ayers Rock bewundern. Anna und ich wechselten uns mit dem Fahren ab, und bis auf einmal linksabbiegen ging es die ganze Zeit geradeaus. Andere Autos sah man nur gelegentlich, was durchaus angenehm war, und einem erlaubte, viel Aufmerksamkeit der vorüberzihenden Szenerie zu widmen. Und ich muss sagen – das Outback hätte ich mir trockener vorgestellt. Klar, es war sehr heiß, und ich weiß auch, dass es anderswo richtige Wüsten gibt, aber hier entlang der Straße war es tatsächlich die meiste Zeit mehr oder weniger grün!

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Am Ayers Rock, oder Uluru, wie er in der Sprache der Aborigines heißt, gab es nur einen Campingplatz, und der war dementsprechend teuer. Die Campermate App ist in Australien leider deutlich schlechter informiert als noch in Neuseeland, und konnte uns blöderweise  auch keine sinnvollen Alternativen aufzeigen.  Eine glückliche Fügung war jedoch, dass ich an einer Raststätte mit einem deutschen Pärchen ins Gespräch kam, dass mir von einem kostenlosen Campingplatz nur knapp außerhalb des Nationalparks berichtete. Hätten sie aus der Wickicamps App (kostenpflichtige Alternative zu Campermate) und wäre gut gewesen! Im Endeffekt nur ein paar Stellplätze zwischen Bäumen und Sträuchern, Facilities gäbe es keine. Ob das jetzt eigentlich so ganz legal war wussten wir beide nicht, gestört hätte es allerdings keinen, als die beiden dort einige Tage übernachtet hatten. Klang doch schon mal gut!
Am späten Nachmittag kamen wir bei einem Tafelberg vorbei, der noch nicht der Ayers Rock war, aber trotzdem cool aussah!

 

Uluru

Schließlich war es soweit! Relativ unvermittelt war er plötzlich da, der Uluru! Für mich einer DER Gründe, warum ich nach Australien wollte, und durchaus ein erhebender Moment! Groß war er- vielleicht größer als erwartet und schön rot!  Etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang trafen wir auf der „Sunset viewing area“ ein, von der man einen sehr schönen Blick auf den Uluru im Sonnenuntergang hat, wenn das rote Licht der tief-stehenden Sonne den Felsen doch viel intensiver erstrahlen lässt, und sich mit jeder Minute, die der Sonnenuntergang voran schreitet, die Farbe des Felsens ein paar Nuancen ändert.

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Beseelt und froh hier zu sein, machten wir uns danach auf die Suche nach dem geheimnisvollen kostenlosen Campingplatz! An den eingegebenen Koordinaten fuhren wir- es war unterdessen schon stockdunkel – erst mal vorbei, ohne eine Abzweigung zu bemerken, und mussten erst langsam nochmal zurück fahren, um die Piste aus roter Erde zu sehen, die vom Highway wegführte. Ein paar andere Camper waren ebenfalls dort, und hinter etwas blickdichtem Gestrüpp schlugen wir unser Lager auf – und sollten dies auch die kommenden Abende immer wieder tun!

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Für den nächsten Morgen stand erst mal der Sonnenaufgang auf dem Programm. Den wiederum schaut man sich am besten von der „Sunrise viewing area“ an – logisch! Auch wenn wir gefühlt mitten in der Nacht aufgestanden waren, um genug Zeit zu haben, unser ganzes Camp wieder zusammen zu räumen und sorgfältig alles wieder im kleinen Auto zu verstauen, waren wir am Ende ganz schön knapp dran, und schaffen es grade so zum Beginn der Show. Trotz der frühen Stunde waren bereits reisebusweise Zuschauer vor Ort, und wir hatten beinahe Mühe einen Platz mit unverstellter Sicht zu finden. Analog zum Sonnenuntergang ging das Spiel der Farben also diesmal anders herum, und natürlich konnte ich nicht anders, als auch hier wieder zahllose Fotos zu machen… hier mein Favorit:

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Nach einem Frühstück auf dem Parkplatz liefen wir den „Base-Walk“ Wanderweg einmal um den Felsen herum, was einige Stunden dauerte und gegen Ende in der sengenden Sonne durchaus schweißtreibend war.

Neben diversen Tieren (und sogar Pflanzen) die giftig, gefährlich oder gar tödlich sind, gibt es in Australien je nach Region eine regelrechte Fliegenplage. Diese Fliegen sind etwas kleiner als unsere heimische Stubenfliege, sehr wendig, und von schier unermüdlicher Energie getrieben das eine heilige Ziel zu erreichen, sich einem in Mund, Nase, Augen und Ohren zu setzen. Oft habe ich mich gefragt „Okay – angenommen ich lasse das jetzt zu, und du fliegst in meine Nase… was dann?! What’s the plan?!“. Da jedoch keines der denkbaren Folgeszenarien sonderlich attraktiv erscheint, ist man ständig damit beschäftigt, sich die Plage vom Hals zu halten, oder vielmehr zu wedeln. In einschlägigen Outdoorläden gibt es jedoch auch praktische Kopf-Fliegennetze, die man sich über die Mütze ziehen kann, und auf dem Base Walk kam mir mein in Adelaide frisch erstandenes Netz einmal mehr sehr gelegen!

Da sowas freilich ein bisschen affig aussieht, und auch die chinesischen Bustouristen gerne damit rumlaufen, erntete ich naturgemäß fröhlichen Spott von meinen Mädels, als ich mich damit gegen die Biester wappnete. Das war jedoch ein absolut akzeptabler Preis für das wohlige Gefühl, das notorische Ungeziefer frustriert an meinem Netz abprallen zu sehen, um sich dann gegebenenfalls auf Augen, Ohren und Nasenlöcher meiner Mitreisenden zu stürzen. Diese waren tunlichst bemüht um Gelassenheit und Pokerface (…„alles ne Frage der Einstellung“…), und litten entsprechend stumm, denn im Grunde stand außer Frage, dass die Mistviecher absolut nervtötend waren!

 

Die Olgas

Ebenfalls Teil des Nationalparks, für den wir übrigens pro Person schlappe 25 Dollar für einen Drei-Tages-Pass hingelegt hatten, waren die „Olgas“, oder „Kata Tjuta“ in der Sprache der Ureinwohner, was übersetzt so viel bedeutet wie „Viele Köpfe“. Und so sahen sie auch aus! Runde 50 km vom Ayers Rock entfernt erheben sie sich aus der Ebene, bestehen ebenfalls aus rotem Stein, und sind durch Erosion zu einer Gruppe von abgerundeten Kegeln zurecht geschliffen worden.
Wir wanderten hier durch das „Valley Of The Winds“ und mussten früh genug da sein, damit der Weg nicht wegen Hitze geschlossen würde. Dennoch war es heiß und entsprechend anstrengend, und eine Flasche Wasser nach der anderen lief durch!

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The Climb

Als ich mir damals bei der Planung meiner Weltreise überlegt hatte, dass ich nach Australien wollte, da stand für mich außer Frage, dass ich auch zum Ayers Rock will und natürlich nach Möglichkeit auch auf ihn drauf klettern möchte. Erst in Australien selber erfuhr ich, dass das damit so ne Sache ist, da der Berg für die Aborigines eine heilige Stätte ist, und sie da alles andere als begeistert sind, wenn die Touristen da hoch wollen. Tatsächlich ist der Aufstieg nicht grundsätzlich verboten, stattdessen wird an die Touristen appelliert, davon abzusehen, was sich dann ziemlich schizophren anfühlt. „Klar kannst du da drauf, aber – bitte – tu‘s nicht! Die 25 Dollar nehmen wir aber gerne…“. In der Praxis ist der Weg ohnehin die meiste Zeit gesperrt (zu warm, zu wolkig, zu windig, zu normal…) aber unabhängig davon – mit einem klaren Verbot für alle hätte ich mich abgefunden, so eine Moralnummer da draus zu machen – das fiel mir jedoch schwer zu akzeptieren. Anna und Miriam sahen das ähnlich und gemeinsam beschlossen wir, den verwerflichen Akt zu begehen, sollte am nächsten Morgen der Weg geöffnet haben.

Wieder mal packten wir in aller Frühe unser Camp zusammen und waren um kurz nach sieben am Uluru. Aber: der Aufgang war gesperrt. Eigentlich hatte keiner von uns ernsthaft an etwas anderes geglaubt, frustriert waren wir dennoch. Begründung heute: „strong winds at the top“. Okay- ab und zu ging ein Lüftchen, aber dass deswegen oben ein ernsthaft gefährlich starker Wind herrschen sollte fiel uns dennoch schwer zu glauben.

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Etwas ratlos gammelten wir am Auto rum. Nach der Wanderung wollten wir in Richtung Kings Canyon aufbrechen, aber dafür war es jetzt eigentlich noch was früh. Miriam fragte ein paar Ranger, wie denn die Chancen stünden, dass der Weg heute doch noch öffnen würde, und tatsächlich hieß es „möglicherweise im Laufe des Tages, wenn der Wind nachlässt“. Also hielten wir erst mal die Stellung. Ich vertrieb mir de Zeit mit bloggen und die Mädels beschlossen, dass dies ein geeigneter Moment sei, um sich an Aborigine-gestylter Erdfarben-Gesichtsbemalung zu versuchen, wobei es da auch erst mal nen Rüffel von irgendner Reiseleiterin gab, da offenbar selbst der Staub am Rand des Parkplatzes heilig war…
Die Zeit verging, und während wir grade stimmungsvolle Fotos der fertig bemalten Gesichter  machten plötzlich der Schock: der Weg ist offen! Wann das geschehen war hatten wir gar nicht bemerkt, aber lang konnte es nicht her sein, denn soeben ergoss sich der erste Reisebus voller Japaner auf den roten Fels. Wir ließen alles stehen und liegen, machten uns hastig wanderfertig – wer konnte schon wissen, wann der erste Regentropfen, das nächste halbe Grad Temperaturanstieg oder die nächste sommerliche Briese den Aufstieg viel zu gefährlich machen würden…

Geschafft – das Gatter war passiert, jetzt schnell außer Rufweite! Phu- schnell wohl eher nicht, denn so steil wie die Flanke aussah war sie auch! Um auf der glatten Oberfläche etwas zum Festhalten zu haben gab es eine Kette, die sich entlang des steilsten Abschnittes bis nach oben spannte. Zwischen Japanern mit weißen Stoffhandschuhen, die nach 50 Metern Anstieg wieder auf dem Hosenboden herunter rutschten (der Bus wartet nicht…) bahnten wir uns den Weg nach oben! Jungejunge – da ging ganz schön die Pumpe! Das wurde auch manch einem schon zum Verhängnis! Von den, gerne zur Abschreckung angeführten, runden 35 Todesfällen auf dem Uluru gingen fast alle mit einem Herzinfarkt einher. Tatsächlich war an einem der Pfosten ein Defibrillator angebracht, wobei die Bedingungen für eine erfolgreiche Reanimation hier oben dennoch denkbar schlecht sein dürften…

Weiter oben wurde es deutlich ruhiger und schließlich liefen wir entlang einer gestrichelten Linie über die wellige Oberfläche des Felsens bis in dessen Mitte, wo eine Art Gedenkstein das Ende des Weges markierte. Die Aussicht war sehr schön – in der Ferne sah man die Olgas und der Uluru selber sah von oben ebenfalls sehr faszinierend aus. Jeder für sich setzten wir uns auf den warmen Stein und ließen den Blick in die Ferne auf uns wirken.

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Kings Canyon

Hätte man ein Allradauto gehabt, so hätte man vom Uluru-Kata Tjuta Nationalpark aus mehr oder weniger geradewegs zum Kings Canyon hochbrettern können, wir mussten jedoch einen großen Bogen über die befestigten Straßen nehmen. Am späten Nachmittag checkten wir auf dem (diesmal wirklich) einzigen Campingplatz ein und genossen erst mal ein Bad im Pool! Was ein Luxus…!

Am nächsten Morgen begaben wir uns dann auf dem „Rim-Walk“ einmal um den Canyon, und stiegen auch auf den schattigen, grünen Grund hinab. Der (etwas ältere Reiseführer) riet noch zum Bad im kühlen Nass, diverse Schilder wiesen jedoch darauf hin: verboten (heilig) – so einladend sah das Wasser allerdings ohnehin auch gar nicht aus.

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Nach einem Snack auf dem Parkplatz machten wir uns auf den Rückweg nach Adelaide, was zwei Tage Autofahrt bedeuten würde. Da wir nach der Wanderung noch ganz gut was schafften hatten wir anderntags Zeit, in Coober Pedy noch ein Opalmienen-Museum anzuschauen, welches bei unserem ersten Stopp leider schon geschlossen hatte. Außerdem entdeckten wir noch einen Salzsee der – anders als die anderen – nicht weiß, sondern pink war!

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Happy über einen so schönen Roadtrip kamen wir schließlich wieder in Adelaide an und gingen dann auch bald getrennter Wege. Anna würde zurück nach Deutschland fliegen, Miriam hatte noch einen ganzen Zyklus Work&Travel vor sich und ich flog weiter nach Perth. Vorher allerdings gab ich mir noch etwas Kultur, denn das Fringe-Festival war noch immer in vollem Gange, und ich hatte mir eine Karte für die schräge Gesangs-Comedy Nummer der „Desperettes“ besorgt! Hier ein Selfie mit den Künstlerinnen…

 

Perth

Die Millionenstadt Perth ist die mit Abstand größte Siedlung in Western Australia und liegt an der Mündung des Swan River. Abseits des Innenstadtbereichs reihen sich entspannte bis noble Vororte an den Ufern des Flusses bis ans Meer und trotz seiner isolierten Lage (die nächste größere australische Stadt ist Adelaide und liegt über 2000km entfernt) gilt Perth als eine Stadt mit hoher Lebensqualität.
Brendan und Linda, ein Backpacker-Pärchen, dass ich an der East-Coast kennengelernt hatte, waren mittlerweile nach Perth übergesiedelt und wohnte dort in einer netten Wohnung in einer WG, und sie waren gerne bereit, mich für ein paar Tage bei sich aufzunehmen.

Neben einem Tag in Freemantle, dem Nachbarort von Perth, wo ich unter anderem das örtliche (stillgelegte) Gefängnis besichtigte (…schon das zweite Gefängnis auf der Reise – am Ende wird daraus noch ein Hobby…) verbrachte ich einen Tag auf Rottnest Island, einer Insel vor der Küste von Perth. Dieser Besuch stand schon lange auf meiner Australien-Bucket-List, denn auf Rottnest gibt es wilde Quokkas – eine goldige Miniatur-Känguru Art -, die die Eigenheit haben, dass sie, wenn man sie aus dem richtigen Winkel betrachtet, einen fröhlich anlächeln. Leicht vorstellbar also, dass ein Quokka-Selfie unter Australienreisenden zum guten Ton gehört, und auch ich war wildentschlossen, mein Tier-Selfie Repertoire entsprechend zu erweitern.

Einmal auf der Insel, ist die spaßigste Art sich fortzubewegen eindeutig das Fahrrad, und zusammen mit einer Gruppe von Leuten, die ich auf der Fähre kennengelernt hatte, radelte ich einmal um die Insel. Auf das erste Quokka mussten wir nicht allzu lange warten, allerdings wurde schnell klar: ganz so easy wird das mit dem Selfie nicht! Zum einen, weil alle gleichzeitig das possierliche Tierchen belagerten, zum anderen weil selbiges offenbar wenig Interesse daran hatte, einmal für die Presse stillzuhalten, und sich lieber mit der Suche nach Futter an unseren Rucksäcken beschäftigte. Also gut – das nächste Quokka kam bestimmt, wir fuhren weiter. Die Insel selbst war landschaftlich durchaus hübsch, aber ich gebe zu, dass mein Hauptaugenmerk doch auf dem zu schießenden Foto lag, und siehe da, einige Quokkas später gelang mir ein ziemlich guter Schnappschuss!

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Meine Pläne sahen vor, dass ich nach ein paar Tagen bei Brendan und Linda neue Travelmates gefunden haben wollte um einen Roadtrip an der Westcoast zu unternehmen. Ich hatte auch tatsächlich mit einigen Leuten Kontakt, und hätte beinahe ein Angebot angenommen, mit einem Deutschen und zwei Franzosen einen ausgedehnteren Trip in den Norden zu unternehmen, als ich dann doch auf mein Bauchgefühl hörte, und nochmal in mich ging denn: eigentlich hatte ich langsam genug von Australien!

In der Summe war ich nun runde drei Monate hier, und auch wenn ich gerade auf den letzten Roadtrips wirklich tolle Dinge erlebt hatte, fühlte ich, dass die Reise weitergehen musste! Schließlich machte ich kein Work&Travel sondern war auf Weltreise und es war an der Zeit, nach Asien weiterzuziehen. Überdies ließ sich auch eine gewisse Reisemüdigkeit nicht leugnen. Vielleicht waren es die drei Wochen Campen im Zelt, vielleicht der Australien-Overflow, aber ich spürte, dass ich dringend eine Veränderung brauchte, um das Feuer wieder in Gang zu kriegen.
Also war es entschieden! Bis zum Flug nach Bangkok hatte ich noch runde 10 Tage- Zeit genug, um noch einen kleinen, handlichen Roadtrip unterzubringen, und der führte mich an das westliche Ende der Südküste.

 

Der Südwesten

Mit Yannik, Marleen und Peter – drei weiteren Deutschen –  fuhren wir, wiederum in einem ziemlich vollgepackten Auto, bis runter nach Esperance. Das erste Ziel unterwegs war der „Wave Rock“, eine Felswand, die – geformt durch Erosion-  aussieht wie eine große, steinerne Welle.

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Bei Esperance  gibt es den „Cape Le Grand National Parc“ und in diesem liegt die Lucky Bay, eine malerische Bucht mit schneeweißem Sand und türkisblauem Meer. Der Anblick ist wirklich surreal schön, und ihre Nachbarbucht Thristle Cove ist mindestens ebenso toll!

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Bekannt ist die Lucky Bay auf dafür, dass es hier halbzahme Kängurus gibt, die zusammen mit Sand und Meer ein tolles Fotomotiv abgeben sollten. Wir mussten die beiden Beuteltiere zugegeben ganz schön locken, denn im Grunde hielten sie sich lieber in der Nähe unserer Frühstückssachen am Grillplatz auf als auf dem Sand…

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Neben dem Nationalpark beginnt der „Great Ocean Drive“ (nicht zu verwechseln mit der Great Ocean Road) bei dem man in dichter Folge einen schönen Strand nach dem anderen sehen kann.

Nachdem wir bisher mit dem Wetter eigentlich Glück gehabt hatten, sollte die folgende Nacht jedoch zum Problem werden, denn es schüttete wie aus Eimern! Zwei von uns schliefen im Auto, aber Peter und ich hatten jeder ein 12-Dollar-KMart-Zelt, dass entsprechend schrottig war und keineswegs dafür gemacht, einem mehrstündigen Platzregen standzuhalten! Immer wieder wachte ich auf, räumte mein Zeug etwas mehr in die Mitte, opferte ein Tüchlein hier und ein Laken da, um die eintretende Feuchtigkeit zu dämmen. Am Morgen sahen wir, dass die Zelte unterdessen in großen Pfützen standen –  dafür wiederum waren wir noch ganz gut davongekommen. Dennoch war eine Menge Zeug klatschnass, und auch die Zelte waren völlig durchweicht und ein wenig matschig. Mit einem heißen Kaffee bei McDonalds brüteten wir über unseren Optionen. Abgesehen davon, das Zelten im Regen keinen Spaß macht stand außer Frage: wenn wir nicht früh genug ein sonniges Plätzchen finden, um die Zelte und Schlafsäcke zu trocknen würde das ‚game over‘ bedeuten, denn so war die Ausrüstung schlechterdings unbenutzbar! Da wir in der Gegend um Esperance eh das Meiste gesehen hatten, machten wir uns also auf den Weg zurück nach Westen, wo wir das südlich von Perth gelegene Örtchen Bunbury aufsuchen wollten, und wo es angeblich sonnig sein sollte. Da es schon etwas später war, schafften wir es nicht ganz bis zur Küste, machten aber dafür auf einer kostenlosen Camping-Area direkt an einem kleinen See halt. In der Abendsonne trocknete unser Zeug und der Platz war einfach schön und total entspannt!

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Nach einem morgendlichen Bad im See war der letzte Stopp vor Perth also Bunbury, bekannt dafür, dass es hier ein Marine-Life-Center gibt, wo man im Wasser stehend von wilden Delphinen besucht wird. Je nach Lust und Laune schwimmen die dann an den in einer Reihe aufgestellten Zuschauern vorbei und interagieren schon mal mit den Leuten. Am ersten Tag hatten wir kein Glück, aber am Morgen bevor wir wieder abfuhren versuchten wir es noch einmal, und immerhin ein Delphin schaute mal kurz vorbei.

Zurück in Perth hieß es dann auch bald Abschied nehmen – Abschied von Brendan und Linda, aber auch Abschied von Australien! Ein tolles Land, ohne Frage, mit netten Menschen und vielseitiger Natur. Es hätte bestimmt noch eine Menge zu entdecken gegeben, aber das würde warten müssen! Es war an der Zeit, die letzte Etappe der Reise zu beginnen. Die Zugabe gewissermaßen, denn am Anfang meiner Idee „Weltreise“ stand vor allem die Achse Kanada – Australien. Länder, von denen ich wusste, ich würde Zeit brauchen, um sie sinnvoll bereisen zu können. Südostasien jedoch ist ja quasi schon auf halbem Weg nach Hause, und häppchenweise auch von Deutschland aus gut machbar, und ich würde jetzt noch das mitnehmen, wofür ich Zeit und Lust hatte.

Also dann: Seeya OZ – Sawadee Krap Bangkok! Aber davon beim nächsten mal mehr!

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